Im Rahmen der Entwicklung und Zertifizierung zur eigenverantwortlichen Schule hat sich die Regenbogenschule Gotha langfristig Ziele zur Verbesserung der Unterrichtsqualität hinsichtlich Methodik, Didaktik und Differenzierung gesetzt. Besondere Bedeutung hat die lebenspraktische Befähigung der geistig-behinderten Schüler und die Integration in die Gesellschaft. Durch die Teilnahme an europäischen Projekten wollen wir an diesen Zielen arbeiten und die Inklusion der Schüler fördern, indem wir von den Erfahrungen der Bildungssysteme anderer Länder profitieren.

Im Rahmen des Erasmusprojektes konnten 10 Lehrkräfte an Fortbildungskursen und Seminaren, insbesondere an Hospitationsveranstaltungen in Länder mit positiven Erfahrungen in der inklusiven Bildung teilnehmen. Sowohl Lehrer als auch Sonderpädagogische Fachkräfte wurden gleichermaßen an den Fortbildungskursen beteiligt.

Ziel ist es, Hemmnisse und Vorurteile der Lehrkräfte gegenüber der inklusiven Beschulung zu kompensieren und abzubauen. Wir erwarten uns, dass die Bereitschaft zur inklusiven Bildung zunimmt und sich positiv auf das gesamte Kollegium auswirkt.

Die Teilnehmer waren zu Fortbildungskursen in Schweden, Finnland und Italien. Es waren strukturierte Fortbildungskurse, Hauptinhalt waren Hospitationen und Besuche in den verschiedenen Schularten. Die Unterrichtsbesuche haben deutlich gemacht, dass Individualisierung im Unterricht in vielfältiger Form stattfinden kann: nach Inhalt, Umfang der Aufgaben, dem Niveau, nach Methoden, dem eigenen Tempo, der Lernumgebung und dem Material, das genutzt werden kann. Die Zusammenarbeit und der Austausch im pädagogischen Team sind dabei von zentraler Bedeutung. Diese gewonnenen Einblicke haben den Kollegen deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich an den Kompetenzen der Schüler auszurichten, danach zu sehen, was jeder Einzelne persönlich braucht, zu erreichende Ziele, wenn nötig, in kleine Teile herunter zu brechen, um die persönliche Weiterentwicklung zu fördern. Es wurde aber auch deutlich, wie vielfältig die Faktoren sind, die ein gutes Gelingen der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen erst möglich machen.